Gender-Check für Stellenbeschreibungen: Diskriminierungsfreie Jobs

Vermeiden Sie unbewusste Diskriminierung in Ihren Stellenanzeigen. Unser geplantes KI-Tool soll Ihre Job-Beschreibung auf geschlechtsspezifische, altersdiskriminierende oder ausgrenzende Formulierungen prüfen und neutrale Alternativen vorschlagen.

Hinweis: Der Gender-Check ist in Entwicklung und auf dieser Seite noch nicht nutzbar. Die Beispiele unten zeigen, worauf Sie bei Stellenanzeigen schon jetzt achten können.

🎯 Gender-Check in Aktion

Kopieren Sie Ihren Stellenanzeigentext in das Tool. Binnen Sekunden markiert die KI problematische Formulierungen: geschlechtsspezifische Begriffe ("Putzfrau" statt "Reinigungskraft"), altersdiskriminierende Anforderungen ("junges Team"), körperliche Anforderungen ohne Begründung ("körperlich fit") oder kulturell ausgrenzende Sprache. Sie erhalten konkrete Umformulierungen, die gesetzeskonform und inklusiv sind.

⚖️

KI-gestützte Analyse (in Entwicklung)
Geplant: Prüfung auf typische Kategorien diskriminierender Formulierungen

Praxis-Wissen 💡 Chancengleichheit & faires Recruiting in Österreich:

Alle auf reinigungsjobs.at veröffentlichten Anzeigen entsprechen strikt dem österreichischen Gleichbehandlungsgesetz (GlBG). Männer, Frauen und diverse Personen erhalten bei gleicher Qualifikation und Lohngruppe ausnahmslos denselben Kollektivvertragslohn.

Beispiel: Vorher / Nachher

❌ Problematisch (Original)

"Wir suchen eine Putzfrau für unser junges, dynamisches Team. Sie sollten körperlich fit und belastbar sein. Perfekte Deutschkenntnisse und ein gepflegtes Erscheinungsbild sind Voraussetzung. Idealerweise sind Sie Muttersprachler."

🚨 6 problematische Formulierungen erkannt

✅ Inklusiv (Korrigiert)

"Wir suchen eine Reinigungskraft (m/w/d) für unser engagiertes Team. Die Tätigkeit umfasst gelegentliches Heben von Lasten bis 15 kg. Gute Deutschkenntnisse (B1-Niveau) und saubere Arbeitskleidung sind erforderlich. Wir begrüßen Bewerbungen aller Sprachhintergründe."

✅ Gesetzeskonform & inklusiv

Warum Gender-Check für Stellenanzeigen?

⚖️ Rechtssicher nach GlBG

Das Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) verbietet Diskriminierung in Stellenanzeigen. Bei nicht geschlechtsneutralen Stellenausschreibungen drohen Verwaltungsstrafen (§ 10 GlBG). Unser Tool hilft, solche Formulierungen zu erkennen.

🎯 Mehr Menschen ansprechen

Genderneutrale Stellenanzeigen sprechen alle Geschlechter an – so fühlen sich mehr Menschen eingeladen, sich zu bewerben.

🤖 Geplant: KI-Prüfung

Erkennt geschlechtsspezifische Sprache, Altersdiskriminierung, körperliche Anforderungen ohne Jobrelevanz, kulturelle Ausgrenzung, Lookism und mehr.

💡 Sofortige Alternativen

Sie erhalten nicht nur Warnungen, sondern konkrete Umformulierungen: "Putzfrau" → "Reinigungskraft (m/w/d)", "junges Team" → "engagiertes Team".

🌍 Mehrsprachig einsetzbar

Prüft Stellenanzeigen auf Deutsch, Englisch, BKS, Rumänisch, Türkisch – wichtig für zweisprachige Ausschreibungen auf reinigungsjobs.at.

📊 Inklusivitäts-Score

Sie erhalten einen Score von 0-100, wie inklusiv Ihre Stellenanzeige ist. Ab 80 Punkten ist sie vorbildlich, unter 60 sollte nachgebessert werden.

So funktioniert's

  1. Schritt 1: Text einfügen – Kopieren Sie Ihre Stellenanzeige (Titel, Beschreibung, Anforderungen) in das Textfeld. Auch nur Teile sind möglich, z.B. nur die Anforderungen.
  2. Schritt 2: Analyse starten – Klicken Sie auf "Jetzt prüfen". Die KI analysiert den Text auf typische Diskriminierungs-Kategorien (geplant).
  3. Schritt 3: Probleme anschauen – Problematische Stellen werden farbig markiert (rot = kritisch, gelb = grenzwertig). Ein Klick zeigt Details und Begründung.
  4. Schritt 4: Alternativen übernehmen – Sie sehen konkrete Umformulierungen. Mit einem Klick auf "Übernehmen" wird der Text automatisch korrigiert. Fertig!

💡 Profi-Tipp: Nutzen Sie den Gender-Check VOR Veröffentlichung. Nachträgliche Korrekturen kosten Zeit und beschädigen Ihr Employer Branding.

23 Kategorien diskriminierender Formulierungen

🚺 Geschlechtsspezifische Berufsbezeichnungen

Beispiele: "Putzfrau", "Reinigungsmann", "Gebäudereinigerin". Besser: "Reinigungskraft (m/w/d)", "Person für Gebäudereinigung".

📅 Altersdiskriminierung

Beispiele: "junges Team", "erfahrener Mittvierziger", "frischer Berufseinsteiger". Besser: "dynamisches Team", "erfahrene Fachkraft", "motivierte Person".

💪 Körperliche Anforderungen ohne Jobrelevanz

Beispiele: "körperlich fit", "belastbar", "sportlich". Besser: "gelegentliches Heben von Lasten bis 15 kg erforderlich" (konkret!).

🗣️ Sprachliche Diskriminierung

Beispiele: "Muttersprachler", "perfekte Deutschkenntnisse", "akzentfreies Deutsch". Besser: "Deutschkenntnisse B1-Niveau", "gute mündliche Kommunikation".

👗 Lookism (Aussehen-Diskriminierung)

Beispiele: "gepflegtes Erscheinungsbild", "attraktive Persönlichkeit", "repräsentativ". Besser: "saubere Arbeitskleidung" (wenn jobrelevant).

🌍 Kulturelle Ausgrenzung

Beispiele: "österreichische Mentalität", "westliches Arbeitsverständnis". Besser: "Teamfähigkeit", "Verlässlichkeit".

♿ Fehlende Barrierefreiheit

Beispiele: "Sie müssen Treppen steigen". Besser: "Die Position erfordert Treppensteigen (Aufzug vorhanden ab 2. OG)" oder Hinweis auf behindertengerechte Zugänge.

👪 Familienstatus-Diskriminierung

Beispiele: "kinderlose Person bevorzugt", "Sie haben keine familiären Verpflichtungen". Verboten! Familienstand darf keine Rolle spielen.

+ 15 weitere Kategorien im vollständigen Tool

Für wen ist der Gender-Check geeignet?

🏢 HR-Abteilungen

Vermeiden Sie rechtliche Risiken und Reputationsschäden. Prüfen Sie jede Stellenanzeige vor Veröffentlichung auf Diskriminierung – in 10 Sekunden.

👔 Geschäftsführer KMU

Sie schreiben Stellenanzeigen selbst? Das Tool zeigt, wo unbewusste Bias entsteht und schützt vor teuren GlBG-Verstößen.

✍️ Recruiting-Agenturen

Bieten Sie Ihren Kunden inklusive Stellenanzeigen. Der Gender-Check unterstützt Sie bei der Formulierung.

⚖️ Compliance-Beauftragte

Stellen Sie sicher, dass alle Stellenanzeigen Ihres Unternehmens GlBG-konform sind. Exportieren Sie Prüfberichte für Audits.

§ 10 GlBG
Strafbestimmung Stellenausschreibung
GlBG
Gleichbehandlungsgesetz
(m/w/d)
oder „alle Geschlechter“

Häufige Fragen zum Gender-Check

Ist "(m/w/d)" wirklich Pflicht in Stellenanzeigen?

Ja. Seit 2019 ist die dritte Geschlechtsoption ("divers") gesetzlich verankert. Stellenanzeigen MÜSSEN geschlechtsneutral formuliert sein oder explizit alle Geschlechter ansprechen: "(m/w/d)" oder "(alle Geschlechter)".

Was kostet ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz?

Für nicht geschlechtsneutrale Stellenausschreibungen sieht § 10 GlBG beim ersten Verstoß eine Ermahnung und im Wiederholungsfall eine Verwaltungsstrafe vor. Bei Diskriminierung im Bewerbungsverfahren können zusätzlich Schadenersatzansprüche entstehen.

Darf ich "körperlich fit" in einer Reinigungsjob-Anzeige schreiben?

Nur, wenn Sie es konkretisieren: "Die Tätigkeit erfordert gelegentliches Heben von Lasten bis 15 kg und Arbeiten in kniender Position." Pauschale "Fitness"-Anforderungen sind diskriminierend gegenüber Menschen mit Behinderung.

Warum ist "junges Team" problematisch?

"Jung" ist altersdiskriminierend – es signalisiert, dass ältere Bewerber unerwünscht sind. Besser: "dynamisches Team", "motiviertes Team", "kollegiales Team".

Kann das Tool auch englische Stellenanzeigen prüfen?

Ja, das Tool unterstützt Deutsch, Englisch, BKS, Rumänisch und Türkisch. Wichtig für internationale Unternehmen und zweisprachige Stellenanzeigen.

Speichert das Tool meine Stellenanzeigen?

Nein. Die Analyse erfolgt client-seitig im Browser (oder verschlüsselt auf unseren Servern). Texte werden nicht gespeichert oder für KI-Training verwendet – DSGVO-konform.

Rechtsgrundlage: Gleichbehandlungsgesetz (GlBG)

Das österreichische Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierung aufgrund von:

§ 9 GlBG: "Eine Verletzung des Gebots der Gleichbehandlung liegt auch vor, wenn eine Stellenausschreibung [...] gegen das Gebot der geschlechtsneutralen Stellenausschreibung verstößt."

Quelle: RIS – Rechtsinformationssystem des Bundes

Gender-Check jetzt nutzen

Schützen Sie sich vor rechtlichen Risiken und sprechen Sie mehr Bewerberinnen und Bewerber an. Inklusive Sprache ist kein "Nice-to-have" – sie ist Gesetz und gutes Recruiting.

Jetzt Stellenanzeige prüfen

Für Arbeitgeber: Inklusive Stellenanzeigen schalten