Saisonstellen Winter

Winterdienst Jobs Österreich 2026

Winterdienst-Mitarbeiter räumen Schnee, streuen Gehwege und Parkplätze und verdienen in Österreich 2026 zwischen 15,40 € und 18,00 € brutto pro Stunde, wobei Nachtarbeit laut KV (+50 %, 21:00–06:00), Rufbereitschaft und Überstundenzuschläge das Gehalt deutlich erhöhen können. Wie viel am Monatsende herauskommt, hängt von Stunden, Nachteinsätzen und Überstunden ab – ein Rechenbeispiel steht weiter unten.

Die Tätigkeit umfasst Schneeräumung (händisch mit Schneeschaufel, mechanisch mit Schneefräse/Traktor), Streuung (Streusalz, Splitt, Granulat), Eiskratzen an Eingängen und Rampen sowie Verkehrssicherung (Absperrungen, Warnschilder). Die Arbeitszeiten sind unregelmäßig und wetterabhängig: Bei Schneefall Rufbereitschaft 24/7, Einsätze oft nachts oder frühmorgens (03:00–07:00 Uhr), damit Gehwege bis Geschäftsöffnung begehbar sind. Winterdienst ist eine Saisonstelle von November bis März (5 Monate), kombinierbar mit Sommertätigkeiten (Grünpflege, Gebäudereinigung).

Typische Arbeitgeber sind Facility-Management-Unternehmen (Attensam, ISS, Porr Umwelttechnik), Gemeinden (Bauhöfe), Hausbetreuungen (Hausverwaltungen mit eigenem Winterdienst-Team) und ASFINAG (Autobahnmeistereien). Auf reinigungsjobs.at finden Sie Winterdienst-Stellen in Wien, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Linz. Die körperliche Belastung ist hoch (schweres Heben, Kälte, Nachtarbeit), dafür sind die Verdienstmöglichkeiten überdurchschnittlich. Wichtig: Gesetzliche Räum- und Streupflicht (§ 93 StVO) – Arbeitgeber haften bei Unfällen durch ungeräumte Wege.

Praxis-Wissen 💡 Umwelt- & Arbeitstipp: Streumittel-Vorschriften in Österreich

In den meisten österreichischen Gemeinden ist reines Auftausalz auf Gehwegen aus Baum- und Grundwasserschutzgründen verboten. Verwende abstumpfende Streumittel (Blähschiefer, Kies, Splitt mit 2–4 mm Körnung). Das schont die Pfoten von Haustieren und verhindert Rostschäden an Eingangstüren.

Gehalt, Zulagen & Rufbereitschaft 2026

PositionStundenlohnMonatslohnAnmerkungen
Winterdienst-Helfer15,40–16,00 €2.670–2.770 €Händische Schneeräumung
Mit Führerschein B (Kleintraktor)16,50–17,50 €2.860–3.030 €Schneefräse, Streugerät
Winterdienst-Fahrer Lkw17,00–18,00 €2.950–3.120 €Führerschein C, Schneepflug
Schichtleiter/Disponent18,50–20,00 €3.210–3.470 €Einsatzplanung, Koordination

Zulagen (kumulierbar!): Nachtarbeit laut KV: +50 % (21:00–06:00, Mo–Sa), Sonntagsarbeit (06:00–21:00) +100 %, Überstunden +50 %; Rufbereitschaft wird je nach Betrieb pauschal vergütet. Rechenbeispiel (Annahmen): Vollzeit 173,2 Std./Monat à 16 € = 2.771 € + davon 50 Std. Nachtarbeit (+50 % = +400 €) + 150 € Rufbereitschaftspauschale = ca. 3.321 € brutto. Schnee-Spitzenwochen: Stunden über der Normalarbeitszeit sind Überstunden mit +50 % Zuschlag laut KV. Quelle: WKO Fachgruppe Reinigung.

Räum- und Streupflicht: Rechtslage Österreich

§ 93 StVO (Straßenverkehrsordnung): Räumungspflicht Gehsteige

Landesspezifische Regelungen (Beispiele):

Praxis-Tipp für Arbeitnehmer: Bei Einsatzplanung unbedingt Räumungszeitpunkt beachten! Objekte müssen bis gesetzliche Frist (06:00/07:00 Uhr) fertig sein. Bei Verzögerung: Disponent sofort informieren. Dokumentation (Fotos vor/nach Räumung, GPS-Zeitstempel) schützt Arbeitgeber vor Haftungsklagen. Mehr Infos: AK – Winterdienst Rechtslage.

Typischer Arbeitstag & Ausrüstung

Szenario: Schneefall in der Nacht, Einsatz 03:30–08:00 Uhr (4,5 Std.)

  1. Rufbereitschaft (00:00–03:30 Uhr): Disponent prüft Wetterbericht, ruft Team ab (WhatsApp-Gruppe), Schneefall > 3 cm → Einsatz startet.
  2. Treffpunkt Betriebshof (03:30 Uhr): Einsatzbesprechung, Objektliste (15 Liegenschaften), Ausrüstung laden (Schneeschaufeln, Streugut-Säcke 25 kg, Schneefräse).
  3. Route abfahren (03:45–07:00 Uhr): Objekt 1–5: Gehsteige händisch räumen (10–15 Min./Objekt), Eingänge freischaufeln, Splitt streuen (2 kg/10 m²). Objekt 6–10: Parkplätze mit Schneefräse (30 Min./Parkplatz). Objekt 11–15: Treppen, Rampen (händisch, Streusalz erlaubt).
  4. Qualitätskontrolle (07:00–07:30 Uhr): Objektverantwortlicher fährt Stichproben ab, prüft 1 m Breite, Streuung, Eis entfernt. Bei Mängeln: Nacharbeit sofort.
  5. Rückkehr Betriebshof (07:30–08:00 Uhr): Ausrüstung reinigen, Schneefräse tanken, Arbeitsbericht (Objektliste abgehakt, Streugut-Verbrauch), Feierabend.

Ausrüstung pro Mitarbeiter:

Sicherheitshinweise: Bei starkem Schneefall (> 10 cm/Std.): 2. Durchgang nach 3–4 Stunden. Bei Eisregen: sofort Splitt streuen, kein Räumen (gefährlich glatt!). Maschinenbedienung nur mit Einschulung (Schneefräse: rotierende Messer, Verletzungsgefahr). Dokumentation jeder Objektbegehung (Foto-App mit GPS-Zeitstempel), rechtliche Absicherung bei Unfällen.

Saisonarbeit & Kombination mit Sommerjobs

Winterdienst-Saison: November–März (5 Monate)

Beliebte Kombinationen mit Sommertätigkeiten:

Arbeitslosengeld in Zwischenphasen: Bei 5-monatiger Winterdienst-Beschäftigung Anspruch auf 20 Wochen Arbeitslosengeld (55 % des Nettogehalts). Praxisbeispiel Jahreseinkommen: Winter (Dez–Feb, 3 Monate): 11.500 € brutto, Grünpflege (Mai–Sep, 5 Monate): 14.000 € brutto, Arbeitslosengeld (Okt+Nov+Apr, 3 Monate): 3.600 € netto = Jahresbrutto ca. 25.500 € + Arbeitslosengeld. Info: AMS – Saisonarbeit & Arbeitslosengeld.

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